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Das war schön in Bielefeld

Vergangenes Wochenende war ich auf einer Veranstaltung in Bielefeld, ca 200 Kilometer von daheim. Ich hatte bereits vor drei Jahren darüber berichtet: Medina 2013, wen es interessiert. Wer seit dem ersten Medina 1996 jedes Mal dabei war, der hatte 38 mal gestempelt bis das Gummi qualmt. Für mich war es das *Betrag zwischen 15 und 20 hier einsetzen*te Medina, keinen Schimmer wie oft ich nun genau dort war. Ich weiss nur, dass es immer absolut genial gewesen ist. Ich sollte nicht zu viel Werbung machen, denn erfahrungsgemäß sind die Plätze schneller weg als Karten für ein Stones Konzert.

Wer meinen oben verlinkten Bericht nicht nachlesen mag: Auf dem Medina stempelt man 3 oder 4 Tage lang nonstop, nur unterbrochen von Schlaf, Duschen, Essen und für manchen muss die ein oder andere Kippe sein. Da ich nicht rauche, hatte ich mehr Zeit zum Stempeln.

Das besondere Highlight in diesem Jahr: Meine neuen Freundinnen Beate Gehner und Sandra Palm, kennengelernt auf verschiedenen Kreativevents in 2015, arbeiten ganz zufällig in einer Firma in der Nachbarstadt, und wir (meine Bastelfreundin Heike Linnek et moi) konnten die beiden anregen, das Medina als Tagesgast zu besuchen. Beide arbeiten bei dem Farbenhersteller Viva Decor, der euch nicht unbekannt sein dürfte. Wie soll man auch ahnen, dass die Firma quasi um die Ecke ist, wenn man außer dem Veranstaltungsort Haus Einschlingen und der Autobahn dorthin nichts von der Umgebung kennt?

Einen Medinatag kamen Beate und Sandra vorbei, und brachten jede Menge Farben mit. In meinen eigenen Koffern waren Farben von Marabu, Schmincke (deren Werk ich kürzlich bei MIR um die Ecke lokalisieren konnte!) und Ken Oliver, sowie Stempel von Indigo Blu und Kulricke nebst Kulricke Stanzen. (Zum Medinabesuch empfiehlt sich ein großes Auto…)
So kam es dann, dass ich 3 volle Tage Gelegenheit hatte, völlig sinnfrei herumzuspielen. Experimentieren. Loslassen. Und matschen, immer wieder matschen.

butterfly

Mixed Media stellt mich jedes Mal vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe: Loslassen und planen. Vorbereiten und spontan sein. Wenn man vor einer Leinwand sitzt und dabei auf die Uhr schielen muss, dann geht fast garnix. Sitzt man aber vor der gleichen Leinwand, und schmiert, tropft, spritzt einfach mal drauflos, lässt die Farben ihr magisches Werk ganz von alleine tun… das hat schon fast Erfolgsgarantie.

Obige Leinwände mag ich sehr, nicht zuletzt weil sie völlig sinnfrei waren. Oder fast: Ich plane für den April erstmals EIGENE Mixed Media Kurse, und arbeite grade vor. Und lasse es laufen. So soll es sein.

In eine völlig andere Richtung ging ein weiteres Projekt, welches ich zur Zeit überdenke: Schlichte Kartengestaltung mit Kulricke. Seit November 2015 zeichne ich für Kulricke, und eines der neuen Motive hatte meine Zeichenfeder bereits im August verlassen. Als Sternzeichen „Jungfrau“ habe ich eine süße Katze entworfen, welche als Bezug zum September und dem stilisierten Sternzeichen ein Ährenbündel in der Hand hält. Erschienen im Februar passt das natürlich nicht so ganz in den Frühling. Doch was wären wir Stempler, wenn wir nicht jedes beliebige Motiv verwandeln könnten, nicht wahr? So habe ich mir auf dem Medina die Muße genommen, aus dem Ährenbündel einen hübschen Blumenstrauß zu machen.

alteredstamp

Zu der Verwandlung erstelle ich auch noch ein Tutorial, denn diese Grundidee schafft ganz neue Möglichkeiten, nicht nur für diesen Stempel. Wie das Motiv coloriert wurde ist zwar altbekannt, aber weil ich danach gefragt wurde kommt auch da bald ein Tutorial. (Lieber Gott, bitte verlängere meine Tage um 12 Stunden, Danke)

Mit Mixed Media, Viva Decor und Kulricke hatte ich alle Hände voll zu tun, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht. In den Pausen zwischen all diesen Themen habe ich erfahren, dass die „Negativ-Schablonentechnik“, welche ich schon in so vielen Kursen gezeigt habe, international als „ghosting“ bekannt ist. Wieder was gelernt.

Meine Gelatotransfertechnik allerdings ist nach wie vor unbekannt. Was wirklich schade ist, denn ich habe sie entwickelt, damit jeder (wirklich jeder) malen kann, auch wenn er es nicht kann. Basierend auf alten Bastelarbeiten aus dem Kindergarten habe ich die Transfertechnik erdacht und hier ein Video für euch gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=VWzwTto_J60

Auf dem Medina hatte ich sie vorgeführt und hoffe, dass sie Anklang findet.

gelatostransfer

Blickt man nach einem solchen Stempeltreffen zurück, könnte man glauben es hätte mindestens zwei Wochen gedauert. Ich habe noch nicht alle Ergebnisse fotografiert und dokumentiert. Nach und nach versuche ich diese zu zeigen. Als Vorschau habe ich eine Collage für euch, damit ihr sehen könnt wie sich so ein Medina anfühlt: Ein langes Wochenende mit Freunden, Inspiration und neuen Ideen. Besser als jeder Urlaub.

stempelmedina_2016_01

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