Direkt zum Hauptbereich

Prymcontest Finale

espadrilles-selbermachen2-400Asche auf mein Haupt, ich wollte eigentlich jeden noch so kleinen Schritt meiner Espandrilles für den Prymcontest dokumentieren. Aber heute ist Abgabetermin, und wenn ich sie euch jetzt nicht zeige, dann bin ich raus. Futsch. Ade.

Mein Ansatz bei den Espandrilles war die Funktion. Dann das Design. Ich hatte auf der Fachmesse in Köln, der Handarbeit&Hobby, am Prym Messestand so zauberhafte Espandrilles-Stiefel gesehen, zumindest meine ich welche gesehen zu haben. Da ich aber für den Contest keine Stiefel nähen wollte, habe ich von Anfang an nach einer Möglichkeit gesucht, aus meinen Espandrilles auch Stiefel machen zu können.

Zu diesem Zeck wollte ich zwei Schuhe nähen: Ein Paar normale Halbschuhe, plus Stiefel, die man in die Halbschuhe stecken kann. Zu Letzerem war ich dann zu faul. Und hatte die Idee (ich fühle mich grade ein kleines bisschen genial) Gamaschen zu machen.

Doch zunächst zu den Espandrilles. Was mich persönlich immer sehr stört an leichten Sommerschuhen: Dass ich oft herausrutsche. Ich wollte auf Nummer sicher gehen, und habe Gummi eingearbeitet. Damit der Stoff dann nicht zu eng wird, habe ich den Schnitt verändert, sie ich es euch in meinem Tutorial beschrieben habe.

Wie man dann das Gummi unsichtbar einnäht, das seht ihr hier: Unterhalb der Nahtlinie am Futterstoff das Gummi befestigen, später beim Verstürzen nicht mitfassen, verstürzen und dann das Schnittteil dehnen und absteppen. (Hier hätte ich auch gern ein Tutorial gemacht… vielleicht ein andermal)


So habe ich vor und hinten  einen dehnbaren Rand, der zwar am Schuh selbst seltsam aussieht, am Fuss angezogen aber genau den Effekt erzeugt den ich wollte.

Für die Gamaschen habe ich einen Schnitt gebastelt, den ich euch gern aus download anbieten kann, falls das jemand möchte. Hinterlasst mir bitte einen Kommentar, wenn ich den Schnitt als pdf hier hinterlegen soll.

Die Gamaschen werden geschnürt. Für die Schnürung habe ich einige Stücke des Swafing Webbandes mitgefasst, wie hier zu sehen:


Als ich das rote und schwarze Schnittteil verstürzt habe, wurden die Bänder eingenäht. Das geht ratzfatz und sieht hübsch aus.

Nun hatte ich meine Schuhe und die Gamaschen. Unten habe ich ein Gummi an die Gamaschen genäht, welches unter der Fußsohle gespannt wird, damit sie im Schuh nicht herausrutschen. Da ich die Gamaschen aus zwei Stoffen genäht habe, habe ich nun die Qual der Wahl, welche Farbkombination ich wählen soll. Das gleiche galt für die Einlegesohlen. Theoretisch kann man die „Stiefel“ durch Wenden auch in der Farbkombination rot/rot tragen.


Manchmal hat man es schwer, gell? Aber ich habe mich dann für grün im Schuh und schwarz oberrum entschieden. Ich hätte auch rot im und am Schuh wählen können.

Auch werde ich noch mit den Gamaschen weiter experimentieren. Ich hab die Color Snap Druckköpfe von Prym hier liegen, brauche aber noch die Variozange dazu, dann teste ich Druckknopf-Gamaschen.

Mein Fazit der Aktion: Wenn man einmal anfängt seine eigenen Schuhe zu entwerfen, dann kann man nicht mehr aufhören. Ein zweites Paar steht schon am Start. Ich habe Leder gehortet, Stoffmalfarbe und eine ausufernde Phantasie.

Nach dem Schuh ist vor dem Schuh!  

So, und jetzt die Fotobombe! Augen auf und durch!

prymcontest_finale_01

 

Und von der Seite:

prymcontest_finale_03

 

Und niedlich *hihihi*

prymcontest_finale_04
Gelegenheitsbesucher meines Blogs seien gewarnt! Ich bastle tagelang an meinen Blogposts herum. Bis der nächste obendrauf landet. Mal schauen, ob hier noch was dazukommt…

prymcontest_finale_05

 

Meinem Kater haben meine Schuhe gefallen… (wobei ich zugeben muss, der will immer schmusen, egal welche Schuhe man trägt)

prymcontest_finale_06

Und wie man die Gamaschen auszieht, das zeige ich euch in einem kleinen Video (ich entschuldige mich für die Qualität, das war echt knapp heute, der letzte Drücker und überhaupt):

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dänemark, bis bald

War das schon eine Woche? In sieben Tagen wurde die Erde erschaffen. Sagt man. Meine kleine Truppe hat ein sehr ähnliches Gefühl, und kehrt nicht so zurück, wie wir vor 7 Tagen zu Dir aufgebrochen sind. Wir haben unzählige Gespräche geführt, Menschen getroffen, Ratschläge bekommen, Fragen gestellt, Häuser angeschaut. Uns darin verliebt, darüber geschlafen und eine neue Liebe gefunden. Und noch eine, und noch eine.  Das Meer gesehen. Im Osten und im Westen, dennoch Nordsee genannt. Watt, Wellen, Wunder. Schlösser, Burgen, eine Villa, reetgedeckte Träume die zum Greifen nah geworden sind.  Ist das alles wirklich passiert? Oder habe ich Dich geträumt?  Nach diesem Traum, in dem wir die Welt neu erschaffen haben, müssen wir aufwachen. Nach Hause fahren. Doch wie es bei wunderschönen Träumen so ist, versuchen wir uns zu erinnern. Und, was bei nächtlichen Träumen unmöglich ist, wieder darin einzutauchen. Wie? Die Brücken in der alten Heimat abbauen. Stein für Stein. Es mag lang...

Heimat ist auch schön, aber.....

Eigentlich habe ich ja Glück: Ich wurde in eine "Wohn- und Schlafstadt" geboren. Und es hat hier viele Millionäre. Leider kenne ich keinen davon, und falls doch, hat er oder sie mir noch nichts von den Millionen erzählt. Die Gegend ist hübsch, ländlich und doch ist man in 20 Minuten sowohl in Köln als auch in Düsseldorf (rein rechnerisch, bis zur Stadtgrenze und ohne Stau!). Trotzdem... Wir kratzen an den Ballungsgebieten und was Ruhe und Landleben wirklich bedeuten habe ich erst spät im Leben durch Urlaube kennengelernt.  Hier ist es voll. Je mehr Menschen sich auf einer Stelle knubbeln, um so unleidlicher können sie werden.  Konzepte, in denen sich Firmen in ländlichen Gegenden ansiedeln, gibt es zwar aber ich kenne kein einziges Beispiel. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die günstigeren Immobilienpreise können Mitarbeiter sich ein Heim leisten und Familien gründen, was sie wiederum an Ort und Firma binden kann. Win win.  So macht das hier niemand. Wie auch, wenn...

Tomatenhaus von Ikea

Seit Jahren wünsche ich mir ein Dach für meine Tomaten. Vor allem an dem Top Plätzchen für meine Lieblingspflanzen, der Süd-Ost-Ecke des Hauses. Mein Mann wollte Bilder haben, wie ich es mir vorstelle. Hab ich geliefert. Nix passiert. Ich sollte eine Bauanleitung finden. Die hab ich nicht gefunden, jedenfalls keine die mir gefiel. Dann wollte ich ein paar alte Ikea Ivar Regale entsorgen. Eigentlich viel zu schade, aber so lange im Keller gelagert, dass ich sie auch an niemanden mehr verschenken wollte, da ganz leicht angegammelt. Dann hatte ich eine Vision: Die Regale sehen doch irgendwie aus...wie ein Tomatendach! Das fehlende Teil war die Verbindung zum Boden. Ich hatte vor Jahren mal ein altes Regal einfach ins Beet gestellt, ohne Füsse oder Schutz gegen Feuchtigkeit. Das ging nicht gut aus. Doch ich habe mich gefragt, ob es auch Einschlaghülsen, wie man sie für "richtige" Zäune benutzt, auch für die dünnen Ivar Füßchen gibt? Gibt es! Das war es! Der Missing Link, der heil...