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Kleine Häkel-Zwischenmahlzeit

Neulich wollte ich im nächstgelegenen Wollgeschäft nur mal eben rotes und weißes Garn für den gehäkelten Leuchtturm kaufen, und ging mit ein paar weiteren Knäuel aus der Restekiste nach Hause. Ich habe mir bisher kein schönes Kuscheltuch für die kalte Jahreszeit gehäkelt, und war ein wenig neidisch auf all die schönen Tücher, die meine Häkelkolleginnen sich über den Winter gewerkelt hatten.

So filigrane Zauberwerke wie die der Lace-Stricker sind mit der Häkelnadel schwierig, wenn auch nicht unmöglich. Aber dann muss man Häkelschriften lesen und nachdenken, nee. Ich arbeite gern nebenbei, mit minimaler Gehirnaktivität. Darum habe ich ein total simples Muster für das Restekistentuch hergenommen: Stäbchen, Luftmasche, Stäbchen.

Damit es nicht gar zu langweilig wird, wurden aus den Stäbchen Reliefstäbchen, und zwar vorne eingestochen in der Hinreihe, hinten eingestochen in der Rückreihe. Das ergibt im Gesamtbild dann so ein Waffelmuster, und es sieht aus als würden die Reihen irgendwie schweben. Easy as pie.


Leider war das Restegarn viel zu schnell alle, und ich habe nachgekauft. Alles was da war. Dummerweise passten die Farben so überhaupt nicht zusammen, aber ich will es ja nur warm und kuschelig haben. Ich überlege nun, wie ich das Gelb überfärben kann. Bis dahin kuschel ich halt mit geschlossenen Augen.

Als niedlichen Abschluss habe ich dann noch eine Rüsche drangehäkelt. Ich mag Rüschen. An mir sieht das Tuch aus wie eine Kartoffel im Spitzendeckchen. Aber ihr bekommt mich mit dem Tuch sowieso nicht zu sehen, also kann es mir ja auch egal sein.

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