Direkt zum Hauptbereich

handarbeit&hobby 2012 - Teil1

Wenn ihr dies lest, ist die diesjährige handarbeit&hobby bereits zu Ende. Ich habe die Fachmesse am letzten Tag besucht, und euch ein paar Impressionen mitgebracht. Ich war erstmals ohne jegliche feste Absicht hingefahren, und konnte meine Seele baumeln und die Blicke schweifen lassen.

Das erste was mir auffiel, war eine fast einheitliche Einigung der Garnhersteller auf sanfte Töne. Das Spektrum reichte von cremeweiß (im zweiten Bild bei Katia Wolle) über alle erdenklichen Softeisfarben bis hin zu erdigen Naturtönen, aber immer gedämpft und aufgehellt.

Dabei erschien mir die Messe nichts wirklich Neues zu bieten. Die üblichen Verdächtigen zeigten ihre Waren auf die übliche Weise. Das meine ich keineswegs negativ, denn die Firmen, die mir für ihre wunderschöne und ideenreiche Produktpräsentation bekannt sind, die haben mich auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Da ich einige solcher Firmen auf der Messe gesehen habe, möchte ich sie euch in einer kleinen Beitragsreihe vorstellen. (alle Bilder kann man durch anklicken vergrößern)


Wenn man die Messe betritt, wird man im unteren Stockwerk alljährlich von Katia begrüßt. Ich muss zugeben, ich habe trotz intensiver Häkelphase noch nie bewusst mit Katia-Garnen gearbeitet. Das ist seltsam, denn der Stand am Messeeingang glänzt regelmäßig mit ausgefallenen Designs und Handarbeits-Ideen. Ich habe die Messe mit meiner Freundin Anja besucht, und wir beide haben kuchentellergroße Augen gemacht, als wir die Katia-Präsentationen sahen. Die cremeweißen Traumkleider im Bild oben sind umwerfend schön, allerdings stellte sich uns auch sofort die Frage der Tragbarkeit. Ich würde wirklich gern einmal mit bodenlangen Strickkleidern ausgehen, aber wohin?

Sich selbst übertroffen hat Katia mit diesem außergewöhnlichen Kunstwerk:


So muss ein selbstgemachtes Kleid aussehen! Wo man das anzieht? Ich würde gern sagen ich hätte dazu eine Idee, aber bisher hätte ich keine noch so ausgefallene Gelegenheit gehabt ein solches Kunstwerk auszuführen. Ich arbeite an einem Projekt, wie man selbstgemachte Traumkleider auch mal tragen kann, aber das ist Zukunftsmusik. Bis dahin schwärme ich von einem solchen Kleid und trage Jeans und Sweatshirt.

Eine der Firmen, mit denen ich mich persönlich verbunden fühle ist der deutsche Hersteller Prym aus dem schönen Städtchen Stolberg. Immer wieder glänzt Prym mit kleinen, aber feinen Innovationen im Bereich des Zubehörs. Ich war 2011 nicht auf der h&h, weiß aber noch aus 2010, dass Standnachbar Gütermann damals auf den Trachten-Zug aufgesprungen war und zauberhafte Dekorationen zeigte, die Oktoberfeststimmung aufkommen ließen. Das hat Prym zwei Jahre später aufgewärmt. Aber was soll´s: Erfahrungsgemäß schmecken leckere Speisen aufgewärmt nochmal so gut. Rechts die Trachten-Idee von Prym ===>

Ich finde sie deshalb so zeigenswert, weil nur wenig Kauf-Produkte darauf zu sehen sind. Das schönste Detail kann man selber machen: Man nehme kleine Lederreste, nähe diese als Schlaufen auf ein beliebiges Kleidungsstück und ziehe ein Lederband hindurch - fertig ist der Schnüreffekt. Stellt euch das mal woanders vor: Auf der Front einer Tasche, einem T-Shirt oder der Rückseite eines Rocks (der in Wirklichkeit seitlich mit einem Reißverschluss geschlossen wird). Dieses kleine, nette Detail hat mich begeistert, und ich hoffe es inspiriert euch ein wenig.

Falls ihr wollt mache ich ein kleines Tutorial dazu, aber ich finde man sieht auch so sehr gut wie man es nachmachen kann. Was hat Prym davon? Nun, falls ihr für die gezeigte Tasche einen Reißverschluss braucht, oder den süßen Edelweiß-Aufnäher.... die kommen dann natürlich von Prym.

Mehr Inspiration, die ich auf der Messe klauen konnte, zeige ich euch morgen im zweiten Teil.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Dänemark, bis bald

War das schon eine Woche? In sieben Tagen wurde die Erde erschaffen. Sagt man. Meine kleine Truppe hat ein sehr ähnliches Gefühl, und kehrt nicht so zurück, wie wir vor 7 Tagen zu Dir aufgebrochen sind. Wir haben unzählige Gespräche geführt, Menschen getroffen, Ratschläge bekommen, Fragen gestellt, Häuser angeschaut. Uns darin verliebt, darüber geschlafen und eine neue Liebe gefunden. Und noch eine, und noch eine.  Das Meer gesehen. Im Osten und im Westen, dennoch Nordsee genannt. Watt, Wellen, Wunder. Schlösser, Burgen, eine Villa, reetgedeckte Träume die zum Greifen nah geworden sind.  Ist das alles wirklich passiert? Oder habe ich Dich geträumt?  Nach diesem Traum, in dem wir die Welt neu erschaffen haben, müssen wir aufwachen. Nach Hause fahren. Doch wie es bei wunderschönen Träumen so ist, versuchen wir uns zu erinnern. Und, was bei nächtlichen Träumen unmöglich ist, wieder darin einzutauchen. Wie? Die Brücken in der alten Heimat abbauen. Stein für Stein. Es mag lang...

Tomatenhaus von Ikea

Seit Jahren wünsche ich mir ein Dach für meine Tomaten. Vor allem an dem Top Plätzchen für meine Lieblingspflanzen, der Süd-Ost-Ecke des Hauses. Mein Mann wollte Bilder haben, wie ich es mir vorstelle. Hab ich geliefert. Nix passiert. Ich sollte eine Bauanleitung finden. Die hab ich nicht gefunden, jedenfalls keine die mir gefiel. Dann wollte ich ein paar alte Ikea Ivar Regale entsorgen. Eigentlich viel zu schade, aber so lange im Keller gelagert, dass ich sie auch an niemanden mehr verschenken wollte, da ganz leicht angegammelt. Dann hatte ich eine Vision: Die Regale sehen doch irgendwie aus...wie ein Tomatendach! Das fehlende Teil war die Verbindung zum Boden. Ich hatte vor Jahren mal ein altes Regal einfach ins Beet gestellt, ohne Füsse oder Schutz gegen Feuchtigkeit. Das ging nicht gut aus. Doch ich habe mich gefragt, ob es auch Einschlaghülsen, wie man sie für "richtige" Zäune benutzt, auch für die dünnen Ivar Füßchen gibt? Gibt es! Das war es! Der Missing Link, der heil...

Dänemark, wie soll ich mich entscheiden?

Die Idee, nach Dänemark umzuziehen ist nun schon etwas älter. Ich erinnere mich nicht mehr, ob es ein Zufall war, aber ich habe nach Immobilien im Norden gesucht und entdeckt, dass ich in DK eine bessere Immobilie für's gleiche Geld bekommen kann.  Ich habe mich lange gefragt, wie das sein kann. Und auch bereits einige Antworten bekommen, die ich bewerten werde, so bald ich es geschafft habe, hier zu leben.  Nach diesem ersten Moment gab es viele Monate der Suche und ersten ernsthaften Überlegungen, gepaart mit der Planung eines Urlaubs nahe der Grenze, um Häuser auf beiden Seiten der gedachten Linie anzuschauen.  Unser Startpunkt lag ca 1km hinter einem historischen Grenzstein. Ich sitze gerade hinter einem der Fenster und tippe diese Zeilen. Wir sind nun 4 Tage in einigen Häusern gewesen. Wir haben so viele nette Menschen kennengelernt. Die Zeit verging wie im Zeitraffer.  Was lange, lange nur ein Gedanke war, hat hier innerhalb kürzester Zeit in eine u...