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Neue Stempelmotive für fairysale

Hier ist es wieder ein wenig still, aber schließlich kann ich erst was bloggen, wenn die Arbeit getan ist. Seit 1 Woche sitze ich 16 Stunden täglich am PC und bearbeite meine Zeichnungen für die neuen fairysale Stempel.

Meine Produzentin ist streng: Jede Stempelvorlage muss 600dpi aufweisen und jede Linie schön glatt sein, das heisst: Keine Pixelausreißer, 1-2 Pixel dünne Linien, keine Flecken oder sonstwas, das bei der Produktion Probleme machen könnte.

Anwender machen sich keine Vorstellung, wie aufwändig eine ordentliche (!) Stempelproduktion ist. Jedes Motiv geht durch mehrere Phasen. Natürlich steht die Zeichnung an erster Stelle. Aus Erfahrung weiß ich, dass nur schwarze Tusche oder Stabilos schöne Vorlagen liefern, wer mit Bleistift oder Kugelschreiber vorzeichnet und zu einem Stempelmacher geht, löst in dessen Gedankenwelt Hassgefühle oder Belustigung aus. Geduldige Hersteller erklären dem geneigten Kunden dann, dass die Nachbearbeitung einen Stundenlohn hat.

Ich bearbeite selber nach. Eine Vorzeichnung der neuen Stempel sah so aus:


Die Zeichnung ist fast DinA4 groß, und wie ihr seht konnte ich mich nicht so recht für eine Armstellung entscheiden. Die Hörner fand ich im Nachhinein auch doof, und ich habe sie entfernt.
Nun geht es an die Nachbearbeitung. Im 300 dpi scan sieht das linke Knie dann so aus:

Mit 600 dpi will ich euch nicht quälen, denn dann ist alles doppelt so groß, aufwändig und macht halt Arbeit. Dieses Bild ist NICHT schwarz-weiß, denn als jpg hat es noch viele Grau-Abstufungen.

Also machen wir die Zeichnung schwarzweiß. Beziehungsweise der Computer macht das, und weil der bekanntlich doof ist, versucht er aus Linien dann Pixel zu machen. Winzige Quadrate, die man nur erkennt wenn man das Bild sehr vergrößert:


Hier seht ihr mein Dilemma: Der PC sieht keine schönen Linien, der sieht garnix. Nur mit einem menschlichen Auge und viel Vorstellungskraft sieht man noch ein Knie. Das muss ich nun nachzeichnen, Pixel für Pixel.






Jetzt staunt ihr, was? Gelernt ist gelernt. Kann sein, jeder Depp bekommt das nachgezeichnet (wenn ihr Deppen kennt, die kostenlos arbeiten, bitte lasst es mich wissen) Aber es ist halt Arbeit.

Ich kann mich nicht beklagen, denn jeder Stempelhersteller hat die gleiche Arbeit. Ich appelliere an die Dankbarkeit der Stempler, dass sie unsere Arbeit zu schätzen wissen. Vorkritzeln, scannen und in Gummi machen ist nämlich nicht das was wir tun.

Ok, wo ihr nun wisst was Bärbel so in ihrer Zeit treibt, lasse ich auch für heute allein und geh wieder ans Zeichenbrett. Oder Grafiktablet, was auch immer.  Happy Stamping!




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