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Der dümmste Bauer...

Jetzt ist es offiziell: Ich bin doof! Ich habe zwar keine Ahnung, woher der Spruch kommt, aber ihr kennt ihn ja alle: Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln.

Meine Kartoffeln dieses Jahr waren gigantisch! Was die Wühlmaus, Regenwürmer, Asseln und anderes Getier mir übrig gelassen haben, das habe ich gestern zum Teil ausgebuddelt. Wer den Hauch einer Ahnung von Ackerbau und Viehzucht hat, der erkennt auch hier mein Versagen: Kartoffeln müssen allerspätestens im Oktober raus aus der Erde.

Ich hatte diesen Sommer total den Anschluss an meine grüne Hölle verloren. Von 700 fast völlig ungenutzten Quadratmetern Gras und Gestrüpp habe ich der Scholle immerhin schon 100 für Gemüse, etliche Rabatten sowie ein Hochbeet abgetrotzt. Doch mit Job, Kind und Internet (ich gebe es ja zu) kam ich nicht mehr hinterher. Hinzu kommt ein Job in einer Gärtnerei und der Umstand, dass ich meinen Lohn auch in Naturalien mitnehmen kann. Schlimme Sache das. Ich habe neue Beete anlegen müssen für all die Neuzugänge, doch hinterm Haus stehen immer noch stapelweise ehemals hübsche Stauden die nach Erde lechzen. Hoffentlich kommt der erste Frost erst im April.

Wie dem auch sei: Gestern musste ich ein paar hungrige Mäuler stopfen und hatte Lust auf Reibekuchen. Und wenn man noch Kartoffeln im Beet hat wäre es ja dämlich wenn man neue kaufen geht. Also buddeln. Ein erdiger Freizeitspaß. Und die Erdäpfel waren riesig. Kein Wunder dass Wühlmäuse sich munter durch mein Erdreich graben- da gibt es die besten Früchte weit und breit!

Ob ich nun wirklich so dumm bin- keine Ahnung. Aber schaut euch mal diese Kartoffeln an:


Sollte man an der Größe der Dinger meine Intelligenz ablesen können, dann gute Nacht Marie. Aber ich hatte noch genug Verstand, daraus leckerschmecker Reibekuchen zu zaubern (das wurden natürlich mehr als einer, aber dann sieht man den süßen Teller nicht mehr):


Wie wir es hier im Rheinland mögen: Knusprig, fettig und mit Rübenkraut (Zuckerrübensirup). Alternativ Apfelmus. Die Küche riecht immer noch nach Bratfett, ein altbekanntes Problem. Am Tag danach kamen handverlesene Giganten in eine Hülle aus Alufolie und ab in den Ofen.


Man kann doch etwas, das so schön gewachsen ist, nicht kleinschnipseln, gell? Mit Kräuterquark a la Bärbel hat es uns supergut geschmeckt.

Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgangen sein, dass an beiden Tagen derselbe Teller auf den Tisch kam. Und das hat einen Grund: Dies war eines der zahlreichen absolut genialen Geburtstaggeschenke zum 50ten. Meine liebe Gartenfreundin Elvira bemalt professionell Porzellan. Ihr blog findet ihr hier: KLICK.

Dieser Teller stammt aus der Max und Moritz Serie und ist ein Unikat. Und wunderschön. Ich finde es schade, dass mein blog nicht von tausenden Lesern besucht wird, dann könnte ich mehr Werbung für Elvira machen. Liebe Elvira, ich freue mich jeden Tag über den Teller. Ich sammle ja blau.....(das weiß sie genau).

Aber ob ich nächstes Jahr nochmal Kartoffeln anbaue, das steht in den Sternen. Vielleicht versuche ich es mal mit einem Nudelbaum.....

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